marc jung

marc jung

Marc Jung über sich und das Werk:


" Ich lebe und arbeite in Erfurt. 2011 erlangte ich mein Diplom der Freien Kunst an der Bauhaus Universität Weimar bei Prof. Elfi Fröhlich. 2009/2010 studierte ich in der Klasse von Prof. Daniel Richter Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. 2012 begann mein Meisterschülerstudium bei Prof. Wolfram Adalbert Scheffler an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Ich habe mich auf die Medien Malerei, Zeichnung, Objekt und Installation auf eine expressiv-abstrakt-figürliche Art und Weise fokussiert.

Künstlerische Position

Bevor ich mit der Kunstproduktion begann, war ich lange Zeit mit dem Leistungssport Ringen verbunden. Meine ersten kreativen Schritte machte ich in der Streetart. Der Spagat zwischen diesen beiden Welten der Hochkultur der Bildenden Künste und dem beinahe schon subkulturellen, bodenständigen Arbeiterumfeld, mit den jeweiligen Klischees und Erwartungen über den anderen, beschäftigt mich stark in meinen Erforschungsfeldzügen durch das Chaos des menschlichen Miteinanders. Ich interessiere mich intensiv für die Wahnsinnsmaschinerien des Alltages, die beispielhaft für das große Ganze stehen und deren skurrile Abläufe als Mahnmale für den Irrwitz der menschlichen Existenz gelten können. Ich nutze zum Arbeiten alle erdenklichen Quellen, wie Popsongs, Internet, Fernsehen, Film, Werbung, Magazine, Privatleben, Kunstwelt, Subkulturen, usw. Daraus ist in den letzten Jahren eine große Sammlung an Zitaten in meinen unzähligen Skizzenbüchern entstanden, die ich wiederum als Grundlage meines Schaffens verwende, denn dort wird in kleinen, scheinbar bedeutungsleeren Phrasen, Werbejingles, Filmzitaten, Popschnulzentexten oder eben Episoden aus meinen privaten Umfeld, genau dieses wahnwitzige Zwischenmenschliche auf den Punkt gebracht. Das ist meine Initialzündung, die in den unterschiedlichsten Medien von Zeichnung, Malerei, Objekten und Installationen einer sehr experimentierfreudigen zeitgemäßen Überarbeitung, sehr oft unter Beimischen kunstfremder Materialien, unterzogen wird und dadurch gleichzeitig zahlreiche Genregrenzen infrage stellt, sie ignoriert, bekämpfte, überwindet und auch mal gegen sie verliert.

Kunst ist der gigantische Trichter eines überdimensionalen Fleischwolfes, der alle meine Beobachtungen des täglichen Wahnsinns aufsaugt, diese verwurstet und etwas ausspuckt, was diese Wirklichkeit auf einen Nenner bringt. Während sie diesen Job erledigt, muss sie nicht schön sein, sondern lediglich ehrlich, wie ein Knockout.

Marc Jung x Partisan

Die Arbeit ALCOHOOLIC LOVE AFFAIRS, 2013, mixed media on canvas, 120x90cm zeigt uns vielleicht den durchschnittlichen  Vodkashopper nachts um 3Uhr, der nach der dritten Party am Abend zwischen Buissnesstalk und Verabredung für das nächste Kaffeekränzchen nochmal schnell dafür sorgt das der Pegel konstant bleibt, bevor man mit vollem Herzblut richtig mit Trinken anfängt und sich auf der vierten und fünften Party sehen lässt, um auf dem Laufenden zu bleiben und die Gedanken an den nahenden dämonischen Montag zu verdrängen. Viel Erfolg beim Kampf gegen den Misserfolg! Ahoi!

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www.jungmarc.com